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Runa: 3.3.2017

03/03/2017

Es gibt eine Welt, jenseits unserer Alltags-Welt, eine Wirklichkeit die jeder Beschreibung wirklich spottet. Ich kann Worte dafür suchen und doch entzieht sich das einer Beschreibung. Wie beschreibt man Telepathie? Wie beschreibt man das Gefühl, eins mit Allem zu sein?

Ich habe heute das Bedürfnis mit euch etwas zu teilen, einen Teil meiner ureigenen Erlebnisse in dieser anderen Wirklichkeit.

Einst fand ich ein Tor dorthin. Es ist wie ein Portal, das in unserem Inneren wohnt. Ich kann euch nicht erklären, warum ich dort durch ging, mitten hinein ins Unbekannte und das mit lächelndem Gesicht.

Es ist nicht so, dass ich keine Ahnung gehabt hätte, schon seit jeher habe ich hier und da durch den offenen Spalt hinüber gelinst und doch… doch blieb ich immer hier. Es waren dann eben nur Erscheinungen, die ich hatte. Hier mal ein Geist, da mal eine vage Stimme in meinem Inneren, dort vielleicht eine Vision, irgendwelche Wesenheiten die es eigentlich nicht hätte geben sollen und ab und an sehr intensive, prophetische Träume.


Das Schlimme ist, ich wusste eigentlich gar nicht was ich da tat, ich wusste nicht, dass ich es tat und überhaupt… ich wusste gar nichts mehr. Ich schaffte es, das war man als Ego, als individuelle Persönlichkeit beschreibt, zu überwinden. Mehr noch, das kleine ich starb.

Ich will nicht behaupten, dass mein Erlebnis und das was Folgte universell geltend sei und bei jedem sich so ausdrücken würde, aber bei mir eben, da war das so.

Ich hatte eine intensive Zeit, eine sehr spirituelle Zeit.

Wir saßen, mein Seelenbruder und ich, oft nächtelang zusammen und philosophierten. Wir rauchten Cannabis und fasteten. Uns war nicht bewusst, dass das was da passierte, seinem eigenen alten Takt folgte, es geschah einfach. Wir entschieden uns nicht zu fasten, es geschah ganz natürlich, weil wir auf unsere eigene Art satt waren. Ich glaube in dieser Zeit nahm ich hauptsächlich Lichtnahrung zu mir, denn ich war körperlich in allerbester Verfassung. Ich fühlte mich frei und leicht und zugleich aber auch entspannt und schwer. Es war eine Art Wohlgefühl die mich durch den Tag begleitete. Wir erledigten in dieser Zeit eigentlich nur das Allernötigste. So kam es auch, dass wir einen überlaufenden Aschenbecher in dieser Raucher- und Philosophiergarage auf dem hölzernen Tisch zwischen der rustikalen, beige-braunen Sofagarnitur hatten. Nur durch ein kleines Fenster kam Licht ins Innere und natürlich durch die Türe, die immer offen stand. Es lagen dort Decken, um sich einzukuscheln und von draußen hörte man nur die Klänge der Natur. Räucherstäbchen und Duftkerzen gaben zusätzlich Atmosphäre. Natürlich stand da auch was zu Trinken.

Er und Ich, wir waren zwar nicht alleine, körperliche meine ich, da gab es noch zwei Andere, die mit uns dort saßen, wie Zeugen dessen. Aber eigentlich waren wir ALL-EINE. Wir verbanden uns über die Zeit mehr und mehr und ich verstand sein Inneres auf eine Art, wie man es nur kann, wenn man sich selbst erkannt hat. Und mit allem was ich an ihm verstand, verstand ich auch mehr und mehr mich selbst. Je mehr ich mich wiederum verstand, desto mehr konnte ich mir vergeben. An irgendeiner Stelle hatte ich dann den Impuls und ich sprach aus mir heraus, ohne dass der Verstand, das Ego oder sonst irgendetwas damit etwas zu tun gehabt hätte: „Ich vergebe dir alles, was du je getan hast oder jemals tun wirst“. Ich sagte das zu ihm, aber es galt eigentlich mir und ihm. Es war eine höhere Instanz die sich meine Zunge lieh.

Ich begriff es erst viel später und doch, war das die Geburt eines Kanals. Ich wurde langsam aber sicher eingeweiht und erstmals begriff ich, dass ich nie alleine war und dass ich es doch immer irgendwie bin: All-Eine. Alles ist in mir und ich bin alles und das Tolle ist, jeder andere kann das auch sagen. Am Ende sind wir alle Eins.

In mir wohnen also alle Philosophen aller Zeiten, alle Mystiker, alle Schamanen, aber auch alle Mörder und Kinderschänder. In mir wohnt jedes Licht und jeder Schatten.

Ich flog, oh ich ging mittendurch hinein, in diese Erkenntnis, durch dieses einzige und wahre Tor, der Einheit.

Damit kam aber auch etwas ins Rollen, das ich nur schwer in Worte fassen kann.

Ich verabschiedete mich, mit den Worten: „Lebt wohl, ich gehe jetzt sterben“. Meine Stimmung war so ausgelassen, ja feierlich, dass niemand das für bare Münze genommen hätte und auch ich begriff erst, als ich im Bett lag, was es tatsächlich bedeutete. Mein Verstand drehte durch vor Angst. Sterben, Sterben, Sterben. Natürlich glaubte ich, mein Körper würde vergehen und mit ihm, vielleicht ich. Was war, wenn nichts davon wahr war, wenn man einfach ins Nichts sank, als wäre man nie gewesen und es bleibt nichts als eine Erinnerung. Ich litt Todesqualen. Meine Gedanken rasten und überschlugen sich. Nackter Angstschweiß tränkte mein Laken. Stunden über Stunden quälende Pein.

Ich sah Fratzen, entstellte Gestalten, Blut, Tod und Gewalt. Ich fürchtete sogar das Höllenfeuer.

Und dann… ganz plötzlich wurde alles still. Meine Gedanken. Es war wie ein letztes Aufbäumen gewesen, von etwas, das ich irgendwann mal geglaubt hatte zu sein. Erst in dem Moment, in dem ich jede Hoffnung verlor und einfach aufgab, da war da plötzlich dieses Licht. Es erfüllte mich. Ich spürte Wogen reinster Liebe meinen Körper fluten. Tränen der Rührung rannen meine Wangen hinab und gesellten Sich zum Nass des Stoffes unter mir. Es war still und ich hörte einen Vogel zwitschern vor dem Fenster. Dann war da diese Stimme in mir und um mich und einfach überall, sie sagte: „Ich bin das Licht und die Liebe, die Wahrheit und der Weg“.

Und ich wusste, es ist wahr und ich bin erfüllt von dieser göttlichen Macht.

Es war der schönste Sonnenaufgang den ich je gesehen hatte, nachdem ich es auf meine Terrasse ins Freie geschafft hatte. In mir war alles ruhig und so unglaublich friedlich. Es war, als wäre jede Wut, einfach alles was mich herabgezogen hat, gewichen. Kein Zweifel rührte sich in mir und meine Gedanken waren still. Ich konnte diesen Zustand ausdehnen und es fiel mir schwer, überhaupt einen Gedanken zu denken. Es war, als würde ich mein Gehirn das erste Mal selbst benutzen, so als sei es bis dahin fremdgesteuert gewesen.

Nach diesem Erlebnis, musste ich alles wieder neu entdecken. Nein, ich durfte. Ich stand wie ein Kind im Supermarkt, vor den Lebensmitteln und musste mich neu durchprobieren. Ich wusste nicht mehr, was ich mag und was nicht. Es war, als wäre ich neugeboren und müsse erst alle Geschmäcker neu entdecken. Selbst Musik hörte ich das erste Mal mit diesen Ohren. Alles versetze mich in Staunen und aus mir heraus sprach eine alte Weisheit.

Ich dachte nicht mehr darüber nach, was ich sagte, es floss einfach gedankenfrei und es beherbergte eine heilende Tiefe, die ich nicht beschreiben kann.

Ich strich Worte wie von alleine aus meinem Wortschatz und wurde sehr viel achtsamer.

Und die Abende in der Garage wurden nun intensiver, wenn das denn überhaupt möglich ist.

Es begab sich, dass ich zu jener Zeit Hermetik studierte, natürlich in Eigenregie. Das Kypallion, bzw. die Gesetzmäßigkeiten versuchte ich zu ergründen. Mein Verstand verstand es nicht wirklich und so kam es, dass ich immer und immer wieder darüber meditierte und mit meinem Seelenbruder auch philosophierte. Nach diesem Tod und der Wiedergeburt, da war es plötzlich anders. Wir waren nicht mehr alleine, also zu zweit. Durch mich, über die Quelle hatte ich Zugang zum Schöpfer und Verfasser dieser Lehre. Zuerst noch, ohne, dass ich mir dessen bewusst gewesen wäre, sprach er durch mich oder vielleicht auch nur, seine Weisheit. Ich channelte Hermes und wir philosophierten mit ihm. Ich begriff, die sieben hermetischen Gesetze dadurch auf eine Weise, die mich so grundlegend verändert hat, dass es mir heute schwer fällt, mich mit den alltäglichen Problemen der Menschen zu beschäftigen.

Ich tue es, ja, weil es oft Zugang zu ihrem Inneren bringt. Weil es eine Verbindung schafft, wenn man sich die Sorgen und Nöte des „Egos“, anderer anhört. Doch eigentlich tue ich es nur, um in eine Tiefe vorzudringen. In dieser Tiefe, da ist genau jenes Tor, zur Anderswelt, in der derlei Dinge ganz alltäglich sind, wie sie mir widerfuhren. Ich zeige dieses Tor und wenn gewünscht, begleite ich den Anderen auch ein Stück hinein, wenn er denn will und sich dafür öffnet.

Nicht jeder ist bereit dazu, auch das musste ich einsehen.

Einige kommen hierher, schauen mich an und halten mich für zu jung. Andere schauen mich an und sehen nur eine Blase, mollige Frau, die nicht viel Wert auf Äußerlichkeiten legt, aber dennoch über und über mit Symbolschmuck behangen ist. Eine Frau, die am Liebsten schwarz trägt, weil es eine Farbe des Schutzes ist. Sie halten mich dann für zu skurril, vielleicht sogar durchgeknallt oder irgendwie verpeilt. Sie finden die Fragen die ich stelle, komisch, weil ich immer wieder nach Gefühl frage. Überhaupt fühlen sie sich unbehaglich.

Es soll dann eben nicht sein, das weiß ich schon und doch tuts mir leid, um jeden, der den Blick nicht wagt.

Ich empfinde das, als meine Berufung. Es ist meine Berufung Menschen in die Tiefe zu führen. Die Auswirkungen dessen sind mannigfaltig. Heilung, Erkenntnis, Selbstbewusstsein, spirituelles Wachstum, Erwachen, Frieden, Ankommen.

Es sind Reisen zur Quelle des Selbst und des Seins.

Reisen, die ich nur begleiten kann, weil ich sie selbst unternommen habe.

Und ich erzähle euch das jetzt auch nur, weil ich will, dass ihr wisst, dass es diese Tiefen in euch gibt.

Keiner bräuchte mich dazu oder sonst einen Guru oder Reiseleiter oder eine Begleitung, die Wege sind alle da, in jedem angelegt und können so leicht gegangen werden, wenn man sich ganz auf sein Gefühl, auf sein Inneres einlässt.

Ich hatte den besten Begleiter, den man sich wünschen kann, für diese Reise, meinen Seelenbruder.

Ich weiß, dass jeder eine solche Familie hat, die einen wirklich spiegeln können auf eine liebevolle Art und Weise.

Denn auch wenn das Spiegelgesetz vielleicht eine gewisse Richtigkeit hat, ist es doch so, dass wir die freie Wahl haben, in die Spiegel zu sehen, in die wir wollen.

Wir sollten zuerst einmal in die Spiegel der Liebe schauen. Immer dann, wenn wir lieben, dann betrachten wir einen anderen in seiner Ganzheit und nehmen ihn an. Dann ist es an der Zeit, zu erkennen, dass wir in diesen Makeln und in der Schönheit eins sind. Durch das Erkennen und das Annehmen im Anderen, wird einem die Möglichkeit zur Heilung in sich selbst gegeben.

Wenn uns Ablehnung und Missgunst treffen hingegen, ist es zumeist eher destruktiv. Wir können dann vielleicht erkennen, aber das Annehmen gelingt uns nur durch Liebe zu uns selbst und dann auch durch Vergebung für den Anderen. Das ist in meinen Augen etwas für Fortgeschrittene und bedeutet auch, dass man nicht universell bei jedem Streit, dazu raten sollte, zu spiegeln.

Vielmehr sollte das Spiegeln etwas sein, was in Liebe und von alleine, rein natürlich passiert. Man kann niemandes Perspektive in diesen Fokus zwingen.

Also sind diese Ratschläge ohnehin für den Eimer. Aber egal, das ist nur einer der Gründe.

Ein Anderer ist, euch zu zeigen, dass ihr wirklich mit allem verbunden seid, vor Allem auch mit einer Quelle der Weisheit. Ihr dürft daraus schöpfen. Vertraut euren kreativen Impulsen, sie sind Ausdruck dieser Quelle und die sprudelt in jedem.

Sucht euch einen Pinsel und malt, nehmt ein Blatt und schreibt, nehmt ein bisschen Ton und formt oder von mir auch aus ein Instrument und spielt. Tanzt und erlebt euch.

Wenn ihr glaubt, ihr müsst sterben, dann sterbt einfach. Wenn in euch eine Stimme ist, die sagt: Dort, die Feder sei ein Zeichen. Dann ist das ein Zeichen.

Jedes Bild in eurem Kopf, jedes bisschen Fantasie ist ein Quäntchen Schöpferkraft.

Dort ist die Quelle aller Energie.

Ihr fragt euch stets, wie ihr euch schützen könnt, doch die eigentlich Frage sollte sein: Woher bezieh ich meine Kraft.

Etwas leuchtendes, kraftvoll Pulsierendes, das saugt niemand aus. Das greift auch niemand an.

Man tut euch dann kein Unrecht mehr und wenn, dann lächelt ihr darüber.

Aus dieser Kraft wächst ein innerer Frieden, aus dem ihr erkennt, dass ihr gar nicht kämpfen müsst und vor Allem, dass es keinen Grund für Angst gibt.

Ihr seid unbesiegbar und vor allem unverwundbar, in dieser Kraft.

Aber ihr werdet auch geschmeidig sein und fließend. Weil in euch, eure beste Freundin hier auf Erden, Großmutter Mond euch mit ihren weiblichen Rhytmen erfüllt.

Es wird ganz leicht, im Jahreskreis zu tanzen oder das Medizinrad entlang zu hüpfen.

Schamanismus ist heute was, das jedem offen steht. Es gibt Pioniere auf diesen Gebieten, die uns die Essenz des Wissens frei zu Verfügung stellen. Diese Tore sind in jedem von uns. Es gibt kein weiter und besser, es gibt nur ein gemeinsam. Jeder beginnt da, wo er eben steht gerade und geht diesen Weg. Es ist ein Weg nachhause. Dieser Weg schließt nichts aus, auch keine Engel, keinen Jesus und keine Einhörner. Dort darf man auch an Außerirdische glauben. Alles hat seine Berechtigung.

Im Grunde sind wir alle irgendwo Schamanen, Wegführer durch unsere Träume. Die einen bewusster, als die anderen, doch niemals besser oder schlechter. In uns allen wohnt Liebe, bei dem einen wird sie mehr, als beim anderen ausgedrückt, doch beides ist in Ordnung.

Es gibt kein Besser und kein Schlechter, aber es gibt den Weg nachhause und wer den ersehnt, der sollte nach den Türen in sich Ausschau halten, nach den Türen, in die Anderswelt.

Die Geisterwelt, sie ist nicht verschlossen, das Jenseits ist nicht jenseits und die magischen Welten sind hier und heute. Wir haben die Wahl und so hat auch Crowley recht, mit dem man auch prima philosophieren kann: Tu was du willst und tu es in Liebe.

Mit inspirierenden Grüßen

eure Runa

Mögen eure Wege gesegnet sein.

Ich hab noch was für euch, gefunden in den Tiefen meiner Aufzeichnungen und Gedankenfetzen. Eine alte Segnung, die ich jenen zuteil werden lassen möchte, die sich dem verbunden fühlen. Die Anderen dürfen es einfach hier lassen.

Alle Segen aller Welten, aller Zeiten sind dir eigen. Auf dass du wachsen mögest und gedeihest. Auf dass du bist, was du bist, bevor du bist, wer du bist und dass du seist, wer du sein willst. Auf dass du deine Rollen weise wählest, hier und dort und da zugleich, auf dass du stets das Erbe der Geschichtenerzähler in dir trägst und heilig hältst, auf dass du immer deine Wege selber wählen magst und gehst die verbotenen Pfade, mit stolz erhobenen Haupt, die du da selbst gezeichnet hast, auf dem Pergament des Lebens. Auf dass du Fürsprache direkt beim Höchsten halten kannst, für alles was du dir erträumst, für Mensch und Tier, für Gnade und Vergebung. Auf dass du Flüche wohl besonnen sprichst und eher zur Verzeihung bereit sein sollst, als dass du Unrecht tust, wenn Zweifel plagen. Auf dass jene Zweifel nur sind, wenn sie dringend benötigt werden, um zu hinterfragen der Fremden Dogmen. Auf dass du stets dein Herze hörst, dass da schlägt, als das einer verkörperten Göttin/einer verkörperten Gott der Liebe, des Lebens, des Wandels, des Zwischenreichs, des Reichs des Todes, des Himmels, der Erde, des Zwielichts, der Magie, der Schreibkunst, der Philosophie, der alten Priesterschaften und des wahren Glaubens. Auf dass du um deine Größe immer weißt und stets Größe bewahren kannst, selbst im Angesicht des Kleinsten, wie des Größten. Auf dass du die Erde heilig hältst. Auf dass du fähig bist, dein Haupt zu neigen, vor der Weisheit der Kinder und dass du immer die Stärke findest, den Blick nicht zu senken im Angesicht der Torheit, jener die sich alt wähnen. Auf dass du immer eine Quelle findest und all deine Wege und jene Wege die du schreibst, gesegnet seien, auf dass das was du nimmst, gleichsam dessen was du gibst heilig sei, wo heilig wohnt und unheilig, da wo unheilig ist. Auf dass du immer das rechte Maß behältst, nicht dem Hochmut, noch dem Geiz die Treue hältst. Auf dass deine Wege reich beschenkt seien, mit Gütern, aber vor Allem mit Herz und Liebe, mit Weisheit und mit Licht. Auf, dass du leuchten magst, all jenen, die da suchen echtes Licht. Auf dass du heilen kannst und befreien, auf dass du zu fesseln verstehst, gleichsam mit deinen Worten, wie mit deinem Schweigen. Auf dass durch deine Augen, dein wahres Wesen scheint. Auf dass du nie vergisst, deine Ahnen und jene die du warst, sowie jene die du sein wirst, in Ehren zu halten. Auf dass du die Stimmen im Wind vernimmst, die Stimme derer die sonst ungehört bleiben, die Stimme aus der Anderswelt, die Stimme deiner Zukunft und deiner Vergangenheit, die Stimme des Selbst, dass du bist in höherem Maß, die Stimme der Liebe, die Stimme der Unschuld und die Stimme der Alten, wie der sehr sehr Alten. Auf dass du die Stimmen der Tiere vernimmst, das Flüstern der Bäume und Gräser, die Stimme im Wasser und im Feuer, auf dass die Geister dir folgen wollen und du immer beschützt bist. Auf dass du die Richtungen anrufen kannst und lernest, die Wetter zu beschwören. Auf dass du Reisen kannst, ohne deinen Leib. Auf dass es keine Grenzen für dich gibt. Auf dass der Schmerz des Lebens schnell vergeht. Auf dass du dich immer deines Ursprungs erinnerst, dass du nie vergisst das Ur-Licht, das du bist. Auf dass du immer um die Ewigkeit weißt und das ewige Leben, das ewige Licht und die ewige Vergebung. Auf dass du Ursache und Wirkung ehrst und dankbar seist, für alle Lektionen. Auf dass du immer einen Grund zum Singen und Tanzen hast. Auf dass du immer wieder den rechten Weg wählst, wie den linken, dass du immer wieder zum Lichte findest, wie zu seinen Schatten, auf dass du dich nie fürchtest, auch die vermeintliche Dunkelheit zu erkunden und zu ehren. Auf dass in dir stets die heilige Fackel brennt. Auf dass du um dich weißt, in all deinen Farben. Auf dass du die Sterne verstehst, die Planeten singen hörst und den Staub der wirbelt dort in den Weiten dessen, was wir Universum nennen. Auf das du Segnen kannst, die Liebe und Gesten der Liebe, als eine alte Priesterin/ein Priester, die/der du immer sein wirst, gleich welche Gestalt du trägst. Auf dass du Einweihen kannst, jene die dir nachstreben und sie segnen darfst. Auf dass du dich der alten Schwüre erinnerst, die du gabst, nicht nur für ein Leben, sondern schriebst in Licht, in Kristall, in Diamant und in Äther selbst, auf dass der große Geist es nie vergisst, wem die Seele die du bist, die Treue hält. Es ist das Leben und der Tod, es ist das Licht und die Finsternis, es ist der Himmel, die Erde und die Unterwelt. Es sind die Zeiten und die Räume, es sind die Höhen, wie die Tiefen, es ist das Feuer und das Eis, es ist die Luft und das Wasser, es ist das Verbindende, wie das Zerstörende, es ist das Weibliche, wie das Männliche, es ist die Balance, es ist die dreifache Göttin und ihr Gemahl, es ist ein ER und eine SIE. Es ist die Liebe, das Licht und die Weisheit. Es ist das Ur in allen Dingen. Auf dass du immer gesegnet seist, mit der Macht der Träumer, der Magier, der Alchemisten, der Mystiker und Geschichtenerzähler, der Schreiber und der Maler, mit der Kraft der Musen, mit der Kraft der Götter. Auf dass du immer geliebt seist, mindestens wie du liebst und doch in der Hoffnung auf noch mehr Liebe, denn Liebe ist der Pinsel, mit der man die Farbe der Träume, auf die Leinwand des Lebens malt!

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