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Kosmisches Jahr und Monate- Zeitalter

03/09/2016

zeitenwendeDie Rechnung der kosmischen Zeitalter geht auf das altbabylonische Reich zurück. Sie setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Die astronomische Wanderung durch den Tierkreis aufgrund der Präzession, also der Neigung der Erdachse, und die Einwirkungen der „Großen Zentralsonne“ in der Mitte unserer Milchstraße, um welche sich unser ganzes Sonnensystem bewegt. Zumeist wird nur der erste Faktor erwähnt. Durch ihn ergibt sich das „kosmische Jahr“, welches sich in kosmische Monate – die Zeitalter – unterteilt. Der diesbezügliche Zeitraum wird mit 26.000 Jahren oder 25.200 Jahren berechnet. Da eine dieser Rechnungen auf sehr frühe Zeit zurückgeht, ist nicht auszuschließen, daß eine kosmische Veränderung stattgefunden haben könnte (der babylonische Historiker Berossos beispielsweise, dessen Geschichtstafeln teilweise erhalten sind, erzählt die Geschichte der Menschheit über einen Zeitraum von 2,6 Mio. Jahren). Die allgemeine Zeitalterrechnung nimmt also auf jenes kosmische Jahr Bezug, das 26.000 Jahre umspannt. (Heraklid setzte das „Große komische Jahr“ mit 18.000 Jahren an, doch die babylonische Rechnung ist die zutreffende.) Die kosmischen Einflüsse, welche sich auswirken, werden auf die Strahlungskräfte der Sternbilder zurückgeführt. Nach babylonischem Glauben lagen hinter den Sternen die Eingänge zu den Welten der Götter. Der zweite Faktor, die Einflüsse der „großen Zentral-sonne“, ist weniger bekannt, aber ebenso wichtig. Diese große Zentral-sonne, die astronomisch bisher nicht festgestellt werden konnte, ist keine Sonne im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr der zentrale Durchlaß des göttlichen Lichts (Ilu) vom Jenseits ins Diesseits.

Ihre Farbe ist Indigo. In Indigo hat man sich auch die Ilu-Strahlung vorzustellen, das göttliche Licht aus den Allschöpferquellen Männlich und Weiblich, den Iluhe. Der Umlauf unseres Sonnensystems um diese unsichtbare Zentralsonne dauert rund 200.000 Jahre. Im Pariser Louvre ist eine altbabylonische Stele zu sehen, die König Naram Sin (Enkel und Nachfolger Sargon I.) am Fuße des „Mitternachtsbergs“, des Nordbergs, zeigt. Dieser gilt als der Berg der Versammlung der Götter. Über diesem Götterberg zeigt jene Stele zwei Sonnen: Die diesseitige Sonne und die jenseitige, die große Zentralsonne. Im Indischen findet sich dazu eine vage Entsprechung in der Mythe von Pralada (oder Pralaya). Diese magische Sonne ist gelegentlich auch als Schwarze Sonne bezeichnet worden, weil sie für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Die Strahlung der jenseitigen Sonne und das Wandern der Erde durch den Tierkreis aufgrund der Präzession bestimmen also die Zeitalter, von den Babyloniern und Assyrern „Adu“ genannt.

Neben dieser babylonischen Zeitaltersicht, welche die allgemein übliche ist, besteht noch die der alten Arier Indiens. Dort werden die kosmischen Zeit-alter „Yuga“ genannt. Die Unterteilung des kosmischen Jahrs erfolgt hier nicht in zwölf Zeitalter, sondern in vier größere Einheiten, die wiederum unterteilt sind, wodurch sich schließlich weitgehende Deckungsgleichkeit mit der babylonischen Sichtweise ergibt. Insgesamt besteht also kein nennenswerter Unterschied – das gilt auch hinsichtlich der Ausdeutung. So befinden wir uns nach indischer Auffassung jetzt an Ende des Kali-Yuga, des Zeitalters der Sünde, nach babylonischer am Ende des Zeitalters der Finsternis (des Fischezeitalters). Das folgende lichte Zeitalter heißt bei den Indern das Karki-Yuga (oder Kalki-Yuga), bei den Babyloniern heißt es das Wasserkrugzeitalter, da die Göttin Ischtar die reinigenden Wasser sinnbildlich über die Welt ausgießt. Die irrige Bezeichnung „Wassermannzeitalter“ stammt aus späterer abendländischer Astrologie und ist de facto falsch.

Der Übergang vom Fischezeitalter zum Wasserkrugzeitalter ist aber nicht nur der Wechsel von einem kosmischen Monat in den nächsten, sondern zugleich der Übergang in ein neues kosmisches Jahr! Damit stehen Um-brüche massivsten Ausmaßes bevor. Dies ist in den Überlieferungen der alten Hochkulturen verankert. Die Inder erwarten Kalki Avatara, die Babylonier und Assyrer den Dritten Sargon, die Germanen den Starken von oben (siehe Edda), im Neuen Testament der Bibel ist dies in die Wiederkunft Christi umgewandelt worden (siehe dazu die Parusiereden im N.T.). Immer handelt es sich um einen schlagartigen Wandel, der auch mit gewaltsamen Veränderungen verbunden ist oder sein kann.

Das „Neue Zeitalter“ bringt die Rückkehr in eine Zeit der Reinheit, welche unter der Herrschaft der Göttin Ischtar steht. Die babylonische Ischtar entspricht der summarischen Inin, der germanischen Freyja, der griechischen Aphrodite, der römischen Venus, der indischen Aramati etc. Durch die Herrschaft der Göttin kommt ein neues „Goldenes Zeitalter“, wobei hier nicht das materielle, sondern das geistige Gold gemeint ist, das Gold der Herzen. Dieses Neue Zeitalter bedeutet den vollständigen Sturz aller Systeme, die sich auf dem Gipfel des finsteren Zeitalters, im 20. Jahrhundert, entwickelt haben. Faschismus und Kommunismus sind schon gefallen, auch der Kapitalismus wird bald stürzen. Ebenso werden die monotheistischen, von männlichen Gottheiten gezeichneten Religionen fallen, auch die Kirche vergeht. In religiöser Hinsicht kommt es zur Regentschaft der Liebesgöttin. Damit werden die Frauen wieder hoch geachtet sein. Vermännlichung durch „Emanzipation,“ etwa Frauen in Uniform oder männlichen Funktionen und mit kurzen Haaren, wird es nicht mehr geben. Die Frauen werden die neue Gesellschaft aus ihrer urweiblichen Perspektive dominieren. Aber auch „Hausmänner“ wird es nicht mehr geben, denn das Neue Zeitalter ist ein Zeitalter der Reinheit – insbesondere was die Klarheit der Geschlechter und deren göttliche Sinnbestimmung anbelangt. Politisch kommt es zu einer klaren Aufteilung der Aufgaben: Das Weltliche obliegt den Männern, das geistige den Frauen. Die höchste Priesterin wird noch über der weltlichen Macht stehen.

Das Neue Zeitalter wird eine Ära sein, die durch bestimmte weibliche Kräfte Liebe ist. Es ist besonders die Liebe des Eros, nicht die abstrakte Nächstenliebe des Christentums, denn eine solche ergibt sich aus der Ganzheit von selbst. In erotischer Hinsicht wird das Neue Zeitalter freizügig und sinnenfroh sein. Die „heidnische“ Religion der Göttin wird eine theokratische Ordnung formen, die sich jedoch von unduldsamen monotheistischen Theokratien gänzlich unterscheidet.

Das Denken in den Zeitaltern ist ein zyklisches Denken, das heißt: Die Arten der Zeitalter kehren wieder. Deshalb wissen wir dank Überlieferung aus dem ersten Goldenen Zeitalter, derer er verschiedene gibt, auch in privaten Archiven, was uns erwartet. Die alten Inder nannten es das Satja-Yuga – wir sprechen von der Vollendung der Ära der Göttin.

Die Umformung in das Neue Zeitalter findet über einen gewissen Zeitraum statt, der auch durch die Menschen mitbestimmt wird. Denn deren Resonanz auf die nahenden „Ilu-Schwingungen“ wirkt sich aus. Da nun die Dauer der Zeitalter bis zu einem gewissen Grade von der Einflußstärke der jeweils dominierenden Macht – und auch von der entsprechenden Resonanz bei den Menschen – mit bestimmt wird, ist jede Zeitalter-Endzeit von einem Kampf der kosmischen Mächte gekennzeichnet. Je weiter ein Zeitalter voranschreitet, um so stärker wird noch einmal der Einfluß der dominierenden, aber nun bald stürzenden Macht. Dies ist mit einer spiralförmigen Bewegung zu vergleichen, bei der die Anziehungskraft des dominierenden Faktors zum Ende hin immer stärker wird. Der Umbruch wird aber um so plötzlicher und drastischer kommen, je weniger sich die Menschen dem neuen Geist zuwenden. Dies erklärt, warum das 20. Jahrhundert, das letzte Jahrhundert des finsteren Fischezeitalters, von extremster Grausamkeit und nie zuvor dagewesenen Massenmorden etc. gekennzeichnet ist: Die finstere Macht, welche dieses „Adu“ dominiert, tobte sich noch einmal in all ihrer Grausamkeit aus. Möglich wurde dies erst, weil es der finsteren, nur männlichen aber unfruchtbaren Macht gelang, die weiblichen Kräfte in schlimmster Weise zu schädigen. Als Folge des 1. Weltkriegs wurden erstmals den Frauen die langen Haare abgeschnitten und damit die astralen Schwingungsorgane genommen, durch welche sie das göttliche Licht anzogen. Erst als die weiblichen Kräfte durch das Abschneiden der langen Haare so sehr geschwächt waren, konnte die Finsternis ihre Hölle auf Erden voll ausbreiten.

Bald aber wirkt sich schon wieder das Nahen des göttlichen Lichts der neuen Zeit aus. Immer mehr Frauen lassen ihre Haare lang, die weibliche Schwingung wird stärker. Das erotische Bewußtsein sowohl bei Frauen wie auch bei Männern nimmt zu – nicht nur theoretisch. All dies gibt Hoffnung auf einen baldigen Sieg des Lichts, auf den Triumph des neuen Zeitalters. An den Frauen liegt es ganz wesentlich, denn das neue lichte Zeitalter ist ja das der weiblichen Gottheit!

Der Wiederaufstieg der weiblichen Kraft stärkt gleichsam die Männer in ihrem natürlichen Selbstgefühl. Sie werden in ihren Frauen wieder das Göttliche, das Ewig-Weibliche erkennen, jenen wunderbaren Schlüssel zum Licht und zur Magie der Sexualität. Die Harmonie der Lebensgefüge auf Erden wird wieder hergestellt werden – wenn das neue Zeitalter kommt, und es wird kommen! Und in diesem Neuen Zeitalter wird die Sexualität Religion sein. Die Zeitalter sind ja die Jahreszeiten des Kosmos. Und wie wir wissen, was Winter bedeutet und was der kommende Sommer bedeuten wird, so verhält es sich auch mit den Zeitaltern. Die alte vergehende Macht mag noch ein letztes mal um sich schlagen – aber ihr endgültiger Sturz ist gewiß. Nichts hält das Licht der göttlichen Morgenröte auf

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