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Fernwandern, ein Abenteuer unserer Zeit

09/07/2016

Panorama-Davos_1920_neu-718x400Je weiter und mühsamer der Weg, desto authentischer erlebe ich mich selbst. Ich höre meine Seele und kann ihren feinsinnigen Impulsen sehr leicht folgen. Fernwandern ist eine Art von Meditation, aber dynamischer und kraftvoller. Man achtet auf seinen Körper weitaus mehr, als man das gewohnt ist und spürt ihn spätestens am Ende des Tages sehr deutlich. Ich lerne meinen Körper wieder besser kennen, höre ihn, fühle ihn und weiß genau, ob heute ein Tag ist Grenzen zu überschreiten oder ob es an der Zeit ist, ihm eine Pause zu gönnen. Endlich einmal aus dem Alltag ausbrechen und für eine Weile nicht erreichbar sein, kombiniert mit dem grandiosen Gefühl von Freiheit. Hier schwebt mein Geist geradezu, inmitten der teils malerischen, teils schroffen, teils unberührten Natur. Das ist es, wonach sich mein Geist sehnt, Tag für Tag, auf dem Weg ins Büro, kurz vorm Schlafengehen, eigentlich immer. Doch die Alltagsverpflichtungen sind jetzt weit entfernt.

Ich laufe, atme, rieche und spüre. Ich nehme die Natur wahr, und die Natur nimmt mich wahr. Ich werde eins mit der Natur und spüre den wohligen beiderseitigen Energieaustausch. Die Bäume mögen es, wenn man ihnen Beachtung und Bewunderung schenkt. Wenn ich im Wald unterwegs bin, fühle ich mich tatsächlich irgendwie beobachtet, aber ich weiß nicht, ob es die vielen Naturgeister sind, die sich hinter Büschen und hohen Wurzeln verstecken oder die mächtigen Bäume, die von oben herab auf meine kleine Menschenseele blicken. Vielleicht trifft beides zu.

Fernwandern ist die beste Gelegenheit, festzustellen, was man wirklich braucht…

Quelle und weiter: Fernwandern, ein Abenteuer unserer Zeit

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