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Das Himmelsauge

06/12/2011

Das ist unglaublich/erstaunlich!
An Euch alle:
Dieses Foto ist ein sehr selten und von der NASA aufgenommen.
Diese Art von Ereignis kommt nur einmal in 3.000 Jahren vor.
Dieses Foto hat viele Wunder in vielen Leben bewirkt.
Wünsch Dir etwas…Du hast auf das Auge Gottes geschaut.
Sicherlich wirst Du die Veränderungen in Deinem Leben innerhalb eines Tages sehen.
Behalten Sie diese E-Mail nicht für Dich, egal ob Du das glaubst oder nicht.
Schick das Bild an mindestens 7 Personen.
Das ist ein Foto, dass die NASA mit dem Hubbleteleskop gemacht hat.
Es wird „Das Auge Gottes“ genannt.
Zu unglaublich/erstaunlich um es zu löschen.
Hör in den nächsten 60 Sekunden auf mit allem was Du machst und nutz diese Möglichkeit.
(Es ist nur eine Minute!)
Sende das einfach an Personen und schau, was passiert. Hör bitte nicht damit auf

Quelle: Das Himmelsauge   von: Dr. Matthias W.

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Kategorien:Sonstiges
  1. Ania'Lea
    06/12/2011 um 06:12

    WOW … das ist schon was Besonderes … aber ein Rundmail werde ich deswegen nicht starten.
    Wer will kann sich das “Auge Gottes” als Wallpaper herunter laden. Hier der Link:
    http://hubblesite.org/gallery/wallpaper/pr2003011a/2560x1024_wallpaper/
    Sieht gut aus. :-)
    Wer mehr zum Auge Gottes wissen will, der kann sich ja mal die Beschreibung auf http://www.hubblesite.org durchlesen, dort wird erklärt, wie das Hubble Teleskope dieses Bild aufgenommen hat und wie es zustande gekommen ist.

  2. Ania'Lea
    06/12/2011 um 06:17

    ähh … noch was im net gefunden:

    “Der Helixnebel ist etwa 700 Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Wassermann.
    Manche sagen dazu auch, es sei “das Auge Gottes”, nachdem ein Bild, das mit dem Hubble-Teleskop 2003 gemacht wurde, im Netz zirkulierte und – fälschlicherweise – gesagt wurde, man könne dieses “Auge” nur alle 3000 Jahre sehen …”
    Quelle: http://wissen.de.msn.com/bilder.aspx?cp-documentid=158359140&page=9

  3. ein getaufter Thorsten
    06/12/2011 um 10:20

    Gott kennt unsere Wünsche und Sehnsüchte.

    Er weiß um unsere Geheimnisse.

    Er weiß was wir “verbrochen” haben und trotzdem verzeiht er uns.

    Das ist wahre Liebe – wir sollten sie nur nicht überstrapazieren, denn dann können wir uns selbst nicht einmal mehr im Spiegel ansehen.

    Genau diesen Blick benötigen wir jedoch, so ungetrübt wie möglich, für unsere Eigenliebe.

    Kettenbriefe waren schon immer Gottes Worte.

    Ich höre Jesus gerade sagen: “Halte 60 Sekunden inne und verschicke dieses Foto an 7 (Unglückszahl oder nicht???) gleiche, Leichtgläubige. Dann noch einmal schnell alle eigenen Wünsche aufgesagt und ab dafür. Es wird schon alles wieder gut. Und wenn nicht, dann mal gute Nacht. Dann hast Du wohl Deinen Vertrag nicht gelesen???????”

    “Du hast nur eine Chance: Ansonsten könntest Du Dich ja an die Beschwerdestelle wenden.”

    “Oh, dumm gelaufen. Die befindet sich ja bei uns im T´Raumschiff, gleich hinter Wolke Nr. 7.”

    Wow, ist die Welt naiv.

    Ich hoffe und glaube, aber nicht an so einen Blödsinn.

    P.S.
    OK.
    Ich gehe jetzt Lotto spielen.
    Oh, so ein Mist.
    Die in der Lotto-Zentrale wollen Geld (Energieausgleich!) von mir.
    Na gut.
    Dann eben später vielleicht.

    Was glaubt ihr eigentlich, wie viele Menschen jeden Tag hoffen, beten und glauben? Und trotzdem müssen sie durch die schlimmsten Alpträume.

    Und das sollen diese Menschen einmal alles unterzeichnet haben?

    Auf den Vertrag bin ich gespannt.

    Da hat man uns wohl das Kleingedruckte vorenthalten.

    Oder der himmlische Notar hat etwas beim Vorlesen des Vertrages unterschlagen – tolle Aussichten.

    Hoffentlich können wir noch wandeln und erhalten dann alle, und ich meine alle Menschen, alle Tiere etc., ei ordentliches Stück Wiedergutmachung.

    In diesem Sinne: Sternentaler, lasst prasseln;-) Und damit meine ich auch Gesundjheit, bitte.

  4. 08/12/2011 um 11:34

    Die neue Religion (2) (7.12.2011)

    Teil 1 dieses Artikels finden Sie hier

    Bezüglich der Religion gibt es zwei markante Sätze, die Aussagen, was Religion NICHT sein sollte:

    Nullam salus extra ecclesiam (Es gibt kein Heil außerhalb der Kirche)

    und

    Halt du sie dumm, ich halt sie arm!

    Der erste Satz beinhaltet den universalen Anspruch der katholischen Kirche, gegenüber allen anderen christlichen Sekten – und gegen die Ungläubigen sowieso. Das Heil, das Paradies nach dem Tod, ist nur mittels der heiligen katholischen Kirche zu erlangen. Die “älteren Brüder”, wie die Juden neuerdings genannt werden, fallen ebenso der Verdammnis anheim wie jene fehlgeleiteten Schäfchen, die der lutherischen oder einer anderen abweichlerischen Auslegung des allein seligmachenden Glaubens aufgesessen sind.

    Den zweiten Satz sagt ein fiktiver Fürst zu einem fiktiven Bischof, über die richtige Behandlung des Volkes. Der Bischof indoktriniert die Untertanen über die Kanzeln seiner Kirchen, der Fürst nimmt ihnen das Geld über die Steuern weg. Arm, unwissend und fremdgesteuert bleiben die Untertanen ruhig und vor allem fügsam, was die Macht von Fürst und Bischof, von Kirche und Staat dauerhaft erhält.

    Für den ersten Satz befördere ich Sie hiermit zum lieben Gott. Na ja, wenigstens ein bißchen. Kennen Sie die kleinen Gartenameisen, kaum zwei Millimeter groß? Treten Sie an eine solche Kolonie und seien Sie ein bißchen allmächtig gegenüber diesen wuselnden Tierchen. Jetzt stellen Sie sich vor, jedes dieser Tierchen hätte eine farbige Plakette an seinem Brustteil. Gelb-Weiß für katholisch, Violett-Weiß für evangelisch, Grün für muslimisch und so durch die ganze Farbpalette. Die Markierung durchmißt zwei Hundertstel Millimeter, Sie müssen die Ameise vorsichtig mit einer Pinzette ergreifen und unter einem starken Vergrößerungsglas betrachten, um sie überhaupt zu entdecken. Jetzt haben Sie einen Eindruck, wie Religion aus der Gottes-Perspektive wirkt.

    Wobei Religion natürlich noch viel mehr ist. Die eine Ameise verehrt Sie, indem sie ihren Kopf hebt und mit den Fühlern trillert, die nächste Ameise senkt den Kopf und läßt die Fühler hängen, die dritte legt sich auf den Bauch und streckt alle Sechse von sich, die vierte wippt mit dem Hinterleib – und Sie, aus mindestens 1,50m Augenhöhe, bekommen diese gewichtigen rituellen Unterschiede gar nicht mit.

    Die andere Masche, das dumm und arm halten, ist nicht an den Feudalstaat und die Amtskirche gebunden. Durch den technischen Fortschritt und die gewachsene Produktivität sind heute die Einkommen bedeutend höher als vor hundert oder gar vor fünfhundert Jahren. Wohlstand, ja Reichtum für alle wären grundsätzlich möglich. Aber es sind die modernen Fürsten, der Dienstwagenadel der Demokratie, die das Volk arm halten. Zählt man den Zehnten und die Frondienste zusammen, ergibt sich für das Mittelalter eine Steuer- und Abgabenlast von 35%. Die Demokratie erreicht Staatsanteile von 50 oder mehr Prozent, hinzu kommt noch der Sozialindustrielle Sektor, mit Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegebeiträgen. Der Deutsche des frühen 21. Jahrhunderts kann froh sein, wenn er 35% der von ihm erwirtschafteten Arbeitsleistung behalten darf.

    Das dumm halten übernehmen die Massenmedien. Wobei wir die Rolle der Kirche in früheren Zeiten richtig einschätzen sollten: Der Pfarrer konnte als Einziger im Dorf lesen und schreiben und er gehörte einem straff organisierten Nachrichtendienst an. Wichtige Informationen flossen von unten nach oben, wichtige Nachrichten von oben nach unten. Von der Kanzel herab wurde nicht nur Sittenstrenge gepredigt, sondern auch Nachrichten. Von den Kanzeln herab wurde das Volk in Kriege gehetzt, von den Kanzeln wurden Meinungen und Ansichten vorgegeben.

    Die Kanzel steht heute im Wohnzimmer, mit 30 oder 100 Kanälen, alle in Farbe und mit höchster Bild- und Tonqualität. Es sind nicht die Pfaffen, die bei jeder Revolution oder jedem Regierungswechsel bleiben, sondern die Fernseher. 1988 flimmerte in der DDR die Aktuelle Kamera mit den Weltnachrichten über die Bildschirme, 1990 war es die Tagesschau – und 2011 hat die Tagesschau mit ihrer einseitigen Weltanschauung die Indoktrinationsqualität der Aktuellen Kamera locker übertroffen.

    Werfen wir noch einen Blick über den Kanal. Auch wenn der Auslöser das gewesen war, was Italiens Berlusconi als “Bunga-Bunga” bezeichnet hatte, war die Church of England eine geniale Erfindung von Heinrich VIII. Staat und Kirche bildeten eine Einheit, mit dem Monarchen als gemeinsamem Oberhaupt. Statt dem internationalen Katholizismus mit einem alten Mann im fernen Rom und seinen getreuen Mönchslegionen gaben nationale anglikanische Bischöfe den Glauben vor. Spionage und Fremdbeeinflussungen gingen zurück. Das hat das Land zwar nicht vor Glaubenszwistigkeiten bewahrt – man denke an Cromwells Puritaner – hat aber für Jahrhunderte für Zusammenhalt gesorgt.

    Das Christentum war anders konzipiert, bis der jüdische Agent Saul (“Paulus”) es mit den überholten jüdischen Lehren vergiftet hatte. Die Priester als die neuen Leviten gehen auf ihn zurück, vom römischen Reich wurde die hierarchische Ordnung in Diözesen und dem zentralen Regenten, dem neuen Cäsar übernommen. Die Kirche diente sich dem Staat an, gab ihm das Gerüst ihrer Organisation und wurde so zur gleichberechtigten Nebenmacht.

    Der große Nachteil ist, daß wir nichts anderes haben als dieses Christentum. Die Christen haben die alten heidnischen Feste übernommen und mit seiner neuen Bedeutung besetzt. Die Tradition über Jahrhunderte läßt sich nicht einfach ausknipsen. Das Dritte Reich hatte es versucht, so wurde Weihnachten zum Yulfest – mit dem Erfolg, daß am Christbaum Kugeln im Hakenkreuz-Dekor gehangen waren. Die DDR hat aus der evangelischen Konfirmation die kommunistische Jugendweihe werden lassen, mit vergleichbarem Erfolg: Einmal konfirmiert, bleibt der Nachwuchs den Gottesdiensten fern, und einmal geweiht, nabelte sich die sozialistische Jugend von der FDJ ab.

    Wir Menschen sind auf Rituale programmiert, sonst hätten sich solche Rituale nicht in allen Kulturen ausgebildet. In steinzeitlichen Gesellschaften gibt es Tänze, für Erwachsene und nach Geschlechtern getrennt. Die Kinder fiebern dem Tag entgegen, an dem sie an den Tänzen der Krieger und Jäger, der heiratsfähigen Frauen und Mütter teilnehmen dürfen. Wer neben mir tanzt, der gehört zu uns, der ist mein Gefährte auf der Jagd und mein Kamerad auf dem Kriegszug. Ich bin mit ihm vertraut, kann mich auf ihn verlassen, so wie er auf mich.

    Der Tanz der Krieger spiegelt sich wider in der Heiligen Messe vor der Schlacht, zu der sich die Soldaten im Mittelalter versammelt haben. Die Beichte hat das Seelenheil gesichert, wenn schon der Körper den Gefahren des Kampfes ausgesetzt wurde. Die göttliche Rückversicherung wurde später ersetzt durch das Vaterland, durch die Nation. Ich gebe mein Leben für Kaiser, Gott und Vaterland… Ich mag in den Gräben vor Verdun sterben, doch das heilige Deutschland wird überleben!

    Die Gemeinschaft, das Miteinander, bildet sich durch gemeinschaftliche Rituale aus. Der Gottesdienst hat seine Gemeinschaft stiftende Bedeutung verloren. Andere Rituale sind an seine Stelle getreten, Rituale vielfältigster Art. Die Parade der Soldaten gehört dazu, sie hat den Teilnehmern wie den Zuschauern das Gefühl von Stolz auf die Stärke der Nation vermittelt. Die Fackelzüge und Reichsparteitage der Nationalsozialisten waren ebensolche Rituale, genau wie die Aufmärsche der internationalen Sozialisten in der Sowjetunion oder in der DDR. Selbst die “Hinterdeppendorf ist bunt statt braun”-Veranstaltungen sind solche Rituale, bei denen sich die Teilnehmer gegenseitig ihrer Festigkeit im “Kampf gegen Rechts” versichern. Selbst die Holocaust-Religion hat ihre Rituale, die Schweigeminuten oder den Auftrieb in den Gedenkstätten, die Betroffenheitsadressen von Priestern, denen es nicht vergönnt war, die wundersamen Ereignisse selbst zu erleben.

    Damit kommen wir zum ersten Lehrsatz:

    1. Die neue Religion braucht Rituale

    Keine Religion kommt ohne Priester aus. Anders als von der Kirche verkündet, sind das nicht die treusorgenden Hirten ihrer Schafe, sondern die Einpeitscher, die das Volk aufhetzen. Tele-Evangelisten, wie sie in den USA auftreten, sind Geldsammler der schlimmsten Sorte, die prinzipiell den alten Ablaßhandel mit moderner Technik fortsetzen. Der Blockwart, der Parteisekretär im Volkseigenen Betrieb oder jene Grüninnen, die Ökoterror, Multikulti und universale Toleranz (außer gegen Rechte bzw. Deutsche) predigen, sie sind alle Priester einer Glaubensrichtung. Sie sind Volksverhetzer und Geldeintreiber, sie stellen sich zwischen die reine Lehre und den unreinen Gläubigen, um sie auf den rechten Weg zu leiten.

    Genau das sind die Priester des alten Typs, die sich zwischen Gott und den Gläubigen stellen. Religio(n) heißt Rückverbindung, bedeutet den Kanal nach oben. Der Priester kann nicht besser beten als jeder Andere auch, er wird durch seine Robe, Soutane oder Krawatte nicht zu einem besseren Menschen. Unter unseren Kleidern sind wir alle nackt, und Gott sieht nicht auf das, was wir ihm vorspiegeln, sondern auf das, was wir sind. Jeder von uns hat den Kanal “nach oben”, jeder von uns kann direkt mit dem Schöpfer reden, er braucht dazu keinen Priester, keinen Bischof und keinen Papst.

    Es waren nicht die Gebete der Päpste, welche die Geschichte verändert haben, sondern die Schwerter der Kreuzritter, die der Papst mit seinen Predigten aufgehetzt hatte. Es sind Menschen, die Gottes Werke tun, doch es sind nicht die Werke Gottes, sondern dessen was diese Menschen als ihren Gott ansehen. “Gott will es!” – “Gott ist auf unserer Seite!” – “Wir sind Gottes eigenes Land!” – “Gott mit uns!” – Du sollst den Namen deines Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

    Natürlich ist es nicht Gott, der das von uns verlangt, sondern es sind Menschen, die sich anmaßen, Gottes Willen zu verkünden. Denken Sie an die Ameisen – Sie würden Ihre bevorzugte Ameise nicht mehr wiedererkennen, sobald sie einmal im Bau verschwunden ist. Gott ist kein wild gewordener Mechaniker, der an einem endlosen Schaltpult mit zigtausenden Reglern und Knöpfen herumturnt, um ja alle Gebetsanforderungen zu bedienen. Im Gegenteil, Gott hat die Welt so perfekt geschaffen, daß er nicht eingreifen muß. Das System ist selbstregulierend, es gibt jedoch ein geistiges Gesetz, das dafür sorgt, daß Gebete in Erfüllung gehen, jedenfalls manchmal.

    Gedanken sind Kräfte, denn Gedanken haben dieses Universum erschaffen. Gebete bündeln Gedanken, intensivieren sie. Mit dem Priester als Vorbeter werden die Gedanken einer ganzen Gemeinde gebündelt, wobei es natürlich auf die Inbrunst dieser Gedanken ankommt. Ein heruntergeleiertes Pflichtgebet hat wenig bis gar keine Auswirkung. Und falls Sie um einen Lottogewinn beten – das tun Millionen Andere auch, ob nun in der Kirche oder beim Blick auf den Kontoauszug. Da gibt es einen spirituellen Ausgleich, der ein einzelnes Ereignis den Zufälligkeiten der Wahrscheinlichkeit überläßt.

    Sobald ein Priester nicht mehr als Stellvertreter Gottes, sondern als Begleiter der Menschen auftritt, der den Menschen hilft, den eigenen Weg zu Gott zu finden, anstatt ihn nach den Statuten der Amtskirche vorzuschreiben, wird ein Priester zu einem nützlichen Helfer. Wie aber soll ein solcher Priester aussehen?

    Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, daß ein Priester mehr zu tun hat, als am Wochenende zwei Gottesdienste zu lesen. Ein Priester braucht für seinen Beruf eine Ausbildung. Bei den keltischen Druiden soll es 20 Jahre gedauert haben, bis der Lehrling seine Ausbildung abgeschlossen hatte. Der neue Priester benötigt ebenfalls eine gründliche Ausbildung, die jedoch anders aussieht als ein heutiges Theologie-Studium.

    Latinum, Graecum und Hebraicum fallen weg, Altes und Neues Testament sind überflüssig, der theologische Teil viel kürzer, weil die zahllosen Kirchenlehren wegfallen. Dafür gibt es das Studium der christlichen Philosophie, da kann sich austoben, wer einen neuen Ansatz dazu hat, wie viele Engel denn so auf eine Nadelspitze passen. Dafür werden Psychologie und Sozialwissenschaften für den Priester sehr, sehr wichtig.

    Der neue Priester ist der Seelsorger in der Nachbarschaft, Therapeut und Sozialpädagoge in einem. Dafür fallen so schöne Pöstchen wie der Pfarrgemeinderat weg. Es gibt keine Bischöfe mehr, keine Diözesanverwaltung, kein Ordinariat. Der Priester ist da, um mit Ihnen zu beten, er ist da, um mit Ihnen persönliche Probleme zu besprechen. Der Priester geht als Sozialarbeiter in die sozialen Brennpunkte, hilft mit Rat und Tat.

    Als Theologe, als reiner Priester, wäre der Beruf nur eine Teilzeitaufgabe. Unter der Woche am Fließband, an einem Tag der Woche Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, am Wochenende Gottesdienste – gegen eine Aufwandsentschädigung, als 400-Euro-Nebenjob. Ein reiner Priester bräuchte nicht einmal ein Studium, er könnte dies als Gehilfe eines amtierenden Priesters absolvieren. Doch ein solcher Priester ist nur gelegentlich für seine Gemeinde da – und vermutlich gerade dann nicht, wenn er am dringendsten gebraucht wird.

    Deshalb halte ich es für besser, wenn der Priester ein Vollzeit-Arbeiter ist, der zusätzliche Dienste für die Gemeinschaft leistet, die über die Religion hinausgehen. Der Priester wird vom Staat bezahlt, ein Beamter wie ein Volksschullehrer oder ein Regierungsrat, nur eben ohne Aufstiegs- und Beförderungschancen. Dafür genießt er viele Freiheiten und kann seine Arbeit weitgehend selbst gestalten.

    Daraus ergibt sich der zweite Lehrsatz:

    2. Der Priester dient an der Seite seiner Gemeinde, er steht ihr nicht vor

    Für das Gutmenschen-Feminat muß ich an dieser Stelle eine Selbstverständlichkeit extra erwähnen: Das Priesteramt ist NICHT an das Geschlecht gebunden, sondern an den Charakter. Die meisten Grüninnen sind nicht wegen eines doppelten X-Chromosoms in ihren Zellen ungeeignet, sondern wegen dem verdrehten Weltbild in ihren Köpfen. Der Priester muß uneigennützig für seine Mitmenschen arbeiten, er darf nicht als Teil des Sozialindustriellen Komplexes Macht über Bedrängte und Bedürftige anstreben.

    Benötigt die neue Kirche Gebäude? Ja, aber keine eigenen. Die Kirchen als Mittelpunkt sind eine Geldverschwendung. Sie waren einst Ausdruck des Glaubens, bündelten bei ihrem Bau die Kräfte der Gläubigen, führten sie zu einer Einheit zusammen. Ihre Altäre und ihr Schmuck förderten die Entwicklung der Kunst und gaben Künstlern Lohn und Brot, sie trieben die Entwicklung des christlichen Abendlandes voran. Diese Rolle hat ausgedient, so wie das “christliche Abendland” mittlerweile ausgedient hat. Alte Kirchen als sakrale Kunst finde ich erhaltenswert, doch häßliche Betonklötze aus der Nachkriegszeit dürfen gerne umgewidmet werden.

    Ein Gottesdienst, ein gemeinsames Ritual, darf ruhig unter freiem Himmel stattfinden. sowie die Germanen in heiligen Hainen gebetet haben. Bequemer sind jedoch unsere zahlreichen Mehrzweckhallen, die für den Gottesdienst bestuhlt werden. Wer beim Beten gymnastische Übungen vollführen möchte, ist am besten bei den Moslems aufgehoben. Am Morgen Gottesdienst, am Nachmittag eine Musikveranstaltung – na und? Hausfrauenturnen, Aerobic, Altherren-Gymnastik, Karatetraining, alles im Gotteshaus – warum denn nicht? Gott stört es nicht, wenn neben dem Gebetsraum Umkleidekabinen, Duschen, eine Sauna und ein Raum mit Fitneß-Foltergeräten zu finden sind. Im Gegenteil, Kirchen, die 362 Tage im Jahr leer stehen und nur zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten besser besucht sind, bieten ein weitaus traurigeres Bild. Und weil die leere Kirche so heilig ist, muß daneben ein Pfarrgemeindesaal gebaut werden, in dem mehr Leben herrscht, ohne Orgelspiel.

    Und es geht umgekehrt: Wenn im Nebenzimmer einer Gaststätte ein Gesangverein toben darf, hat auch eine Kirchengemeinde dort Platz. Wenn die Pfarrer in der heiligen Messe Wein trinken, wieso sollten die Gläubigen auf Bier verzichten? Die neue Religion ist volkstümlicher, nicht abgehoben. Die Priester dürfen heiraten, sie dürfen Kinder in die Welt setzen. Wer nicht fähig ist, eine Familie zu führen, ist mit einer Gemeinde noch mehr überfordert.

    Damit wären wir beim dritten Lehrsatz:

    3. Die neue Religion steht in der Mitte des Lebens

    Und damit möchte ich Sie auf den dritten Teil dieses Prangers vertrösten.

    © Michael Winkler
    http://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html

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